Die Alte Post in fünf Worten:
Authentizität, Respekt, Kultur, Tradition, Innovation. Darauf baut unser Selbstverständnis, das uns trägt - von der Vergangenheit auf die Höhe der Zeit bis hin in eine lebens- und liebenswerte Zukunft!

DIE ALTE POST MÜLLHEIM - GELEBTES UNTERNEHMERTUM

Da ziehen zwei an einem Strang: Heiner und Fabrice Mack kümmern sich gemeinsam um die unternehmerischen Akzente der Alten Post. Unter dem heutigen Motto „Die Kunst der Gastfreundschaft“ sind die nachfolgenden Statements der beiden ein Ausdruck dafür, dass Vater und Sohn zwar zu unterschiedlichen Generationen zählen, aber für ein Gemeinschaftswerk stehen, zu dem sich beide Führungspersönlichkeiten unisono – jeder auf seine Weise – gerne bekennen.

Heiner erzählt:

Als ich vor 30 Jahren mit der Bewirtschaftung der traditionsreichen Alten Post begann, stellte ich meine Bemühungen unter das Motto: “Ein Stil – eine Atmosphäre, sympathisch – badisch!” Doch bald wurde mir klar, dass Freundlichkeit, Flair und Stil auf mehr als nur dem Streben nach Befriedigung gepflegter Genüsse basieren müssen, dass die Zufriedenheit der Gäste mehr ist, als ein ‘Dankeschön’. Ich lernte, dass meine Arbeit ein ethisches Fundament braucht, auf dem ich die traditionsreiche Gastlichkeit der „Alten Post“ neu begründen konnte. Auch höchste Ansprüche an eine kreative Küche und Perfektion in der Hotellerie bleiben „anspruchslos“, wenn sie den wahren Interessen der Zeit nicht gerecht werden.

Ich habe jedenfalls gelernt, dass man den wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit ohne Zusammenarbeit in allen denkbaren Bereichen, ohne Vernetzung mit Kollegen und Lieferanten, aber auch ohne Einbeziehung des Gastes in eine verantwortungsvolle Tourismusstrategie nicht gewachsen ist. Von dem gleichen Baum fällt natürlich auch die Erkenntnis, dass die in diesem Sinne notwendige Kommunikation zugleich der wesentliche Beitrag für das Wohlbefinden der Gäste in unserem Hause ist. Wir setzen daher alles daran, die Alte Post nicht nur ökologisch zu bewirtschaften, sondern unser Gastronomie-, Seminar- und Freizeitangebot durch das Zurückdrängen des sprachlosen Tourismus-Konsums zu stärken. Verwöhnende Gastlichkeit entsteht im menschlichen Miteinander, fröhlichen Beieinander und durch Rücksicht aufeinander. Zu dieser erkenntnis zählt auch, dass die Familie die Knospe der gesellschaft ist. Meine Frau Uschi unterstützt hier im Privaten wie auch im Berufsleben. Sie ist die große Stütze und Gestalterin der Familie.
Mit Freude sehen wir, dass für unsere Kinder Erkenntnisse, die ich mir in den letzten 30 Jahren erst zu eigen machen durfte, selbstverständlich sind: Mit sensiblen Ressourcen und ökologischen Lebensmitteln achtsam umzugehen. Durch unsere vielen kleinen Maßnahmen fühlen wir uns auch mit unseren Mitarbeitern in unserem Umfeld wohl. Das bestärkt uns den eingeschlagenen Weg mit Begeisterung weiter zu gehen.

AUF EIN WORT MIT FABRICE

Was wolltest du als Kind einmal werden - was fasziniert dich heute an deinem Beruf?​
Fabrice: Ich wollte vieles werden, ganz oben auf der Liste standen immer Rechtsanwalt und Polizist. Ich wollte schon immer für Gerechtigkeit sorgen. Das tue ich heute immer noch, als Arbeitgeber für meine Mitarbeiter. Die Begeisterung für die Gastronomie und Hotellerie hat mich tatsächlich erst mit Anfang 20 gepackt. Mich fasziniert die Vielfalt, die Möglichkeiten und dass kein Tag dem anderen gleicht – außerdem die Liebe zu guten Produkten und vor allem die Zusammenarbeit mit authentischen Persönlichkeiten in der Gastronomie. Der lebendige Austausch mit den Gästen – sie jeden Tag wieder begeistern zu können, durch unsere Mitarbeiter oder das “Produkt” Alte Post. Das lässt einen innerlich wachsen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Die Mitarbeitermotivation bzw. der Teamspirit hat bei euch in der Alten Post einen hohen Stellenwert. Woran machst du für dich fest, dass „es funktioniert“. Oder anders gefragt: Was macht dich happy, wenn du euer Team betrachtest?
Fabrice: Wir können nur so gut sein, wie es uns das Team erlaubt. Der Weg zum Erfolg führt nur über die gegenseitige Wertschätzung und hoher Identifikation mit dem Betrieb. Wir wollen uns auf Augenhöhe begegnen – egal ob Auszubildender oder Küchenhilfe – ein Rädchen muss in das andere greifen und jeder einzelne ist elementar wichtig, damit unser Miteinander funktioniert. Ich denke, das ist der Schlüssel zum Erfolg und strahlt am Ende auf unsere Gäste ab. Die Kunst der Gastfreundschaft ist, dass jeder Gast, der zu uns kommt, eben auch zu uns nach Hause kommt.
Die gelungene Verschmelzung von Tradition und Moderne gehört zu eurer Lebens- und Unternehmensphilosophie. Was ist für dich ein „Geschenk“ an dieser Konstellation und was – mit Blick auf die Zukunft – die besondere Herausforderung daran? Quo vadis Alte Post?
Fabrice: Ich denke, gerade dieser Mix aus Tradition und Moderne eröffnet uns ganz tolle Möglichkeiten ist aber auch eine Ansage! Es ist natürlich ein Spagat, an Bewährtem festzuhalten und trotzdem das Moderne einfließen zu lassen. Heiner hat über die Jahrzehnte ein Stammpublikum aufgebaut, viele Kontakte gepflegt und die Alte Post zu einem tollen Anlaufpunkt mit Stil gemacht. Ob architektonisch oder jetzt auch durch meinen Einstieg – wir wollen den Turnaround schaffen, beides harmonisch miteinander verschmelzen zu lassen. Die Alte Post soll genau diese Symbiose bieten – ob für die Hochzeit, den Geburtstag, den Urlaub, die Tagung, ein schönes Abendessen oder eben als Treffpunkt für einen Drink nach dem Feierabend. Wir wollen auch in der Kommunikation nach außen frecher und moderner auftreten. Wir haben hier durch die Bank weg junge Führungspersönlichkeiten, die nur so vor Ideen sprühen und haben auch schon einige gemeinsame Projekte in der Schublade worauf sich unsere Gäste freuen können.
Ihr arbeitet genau dort, wo andere entspannen und Urlaub machen – wo zieht es dich hin, wenn du selbst einmal abschalten willst?
Fabrice: Erstmal muss ich sagen, dass ich das Markgräflerland in dieser Zeit, seit ich wieder zu Hause bin, noch einmal ganz anders lieben und schätzen gelernt habe. Ich habe eigentlich täglich diesen “Wow-Moment” nach Feierabend auf der Heimfahrt nach Badenweiler; also, wie gut es uns geht, hier Leben und Arbeiten zu dürfen! Meinen Urlaub verbringe ich am liebsten in Italien, Sardinien. Ich habe diese Insel vor rund vier Jahren durch meine Mutter entdeckt und sofort lieben gelernt. Das südländische Flair, die Menschen mit ihrer Offenheit und natürlich das Essen holen mich wieder runter und lassen mich einfach nur genießen. Ein Buch und der Blick aufs Meer, mehr brauche ich nicht!